DIE SCHULD ÜBERQUERT EUROPA
Fall Apolozan · EFRE-Betrug (Bilbao / Alicante / EU)
Im August 2016 machte die Akte von Alicante — die der vier Adressen, die der auf nie zugestellten Mitteilungen errichteten Schuld — den Sprung, der ihren ganzen Maßstab veränderte: die AEAT aktivierte ihre Vollstreckung in Rumänien (A.41) und berief sich auf die europäischen Mechanismen der Amtshilfe bei der Beitreibung von Forderungen.
Das gewählte Instrument — die Richtlinie 2010/24/EU — existiert, um den Betrüger zu verfolgen, der Vermögen in einem anderen Mitgliedstaat verbirgt. Hier wurde es auf einen Mann angewandt, der in Spanien lebte, in Alicante, unweit des gegen ihn vollstreckenden Amtes; der mit eben dieser Verwaltung einen offenen Streit über die Gültigkeit der Zustellungen führte; und dessen rumänische Vermögenswerte in keiner Steueroase verborgen waren: es war das Grundstück eines erklärten, bekannten und dokumentierten städtebaulichen Erschließungsprojekts.
Die praktische Wirkung war unmittelbar und verheerend: was in Spanien eine streitige Schuld war — streitig gerade wegen ihrer Ursprungsmängel — kam in Rumänien als bestandskräftiger und unanfechtbarer Titel an. Die rumänischen Behörden prüfen die Begründetheit nicht: sie vollstrecken, was der ausstellende Staat bescheinigt. Ist die Bescheinigung mangelhaft geboren, reist der Mangel mit ihr — und wird unterwegs unumkehrbar.
Auf dieser Vollstreckung sollten 21 Immobilien gepfändet werden. Auch die Schuldenzahl sollte sich, einmal auf rumänischem Boden, auf eine Weise verhalten, die ein eigenes Kapitel verdient: wachsen.
Akte des Falls EuroFraud · jede Aussage verweist auf ihr Dokument (A.X / DOC-XXXX). Material mit Beweisanspruch; jede genannte Person gilt als unschuldig.